Die indirekte Immunfluoreszenz – Gold-Standard in der serologischen Diagnostik der Autoimmunkrankheiten

Ein Substrat (HEp 20-10) – Screening 100 verschiedener Autoantikörper

Eine Methode – 1000 verschiedene Testparameter: Autoantikörper-Diagnostik mit BIOCHIP-Mosaiken

Die indirekte Immunfluoreszenz gilt als Standardtechnik für den Nachweis von Autoantikörpern. Sie bietet einzigartige Vorteile:

Einfachste Präparation der Test-Substrate: Gefrierschnitte, Kulturzellen und Zellausstriche lassen sich ohne großen technischen Aufwand herstellen. Die Antigene müssen nicht mit komplizierten  biochemischen Verfahren extrahiert oder an Oberflächen gekoppelt werden.

Ein Substrat – Screening 100 verschiedener Autoantikörper: Mit HEp-2-Zellen oder verschiedenen Gefrierschnitten kann man in einem einzigen Analysenansatz eine Vielzahl von Autoantikörpern gleichzeitig untersuchen. Bei einem negativen Befund wird die Präsenz aller dieser Antikörper ausgeschlossen.

Eine Methode – 1000 verschiedene Testparameter: Die Prozedur der Inkubationen ist bei der Immunfluoreszenz für viele Autoantikörper identisch und läßt sich sehr leicht standardisieren. Die Kombination verschiedener Substrate auf einem Testfeld eignet sich hervorragend zur Diagnostik von Autoantikörper-Profilen (“BIOCHIP-Mosaiken”).

Hohe Spezifität durch visuelle Diskriminierung: Die Antikörper sind morphologisch punktgenau wie das korrespondierende Antigen lokalisiert, für jeden Antikörper ergibt sich ein charakteristisches Fluoreszenzmuster. Dagegen können viele Antikörper mit histochemischen Enzymimmunfärbungen nicht differenziert werden, da sich hier das Farbprodukt diffus und ungenau um das Antigen herum verteilt.

Methode der Wahl – wo definiertes Testantigen nicht verfügbar: Im Gegensatz zu ELISA oder RIA steht bei der Immunfluoreszenz das gesamte Antigenspektrum der Ausgangssubstrate zur Verfügung. Daher kann man auch Autoantikörper untersuchen, die gegen noch unbekannte Antigene gerichtet sind oder gegen Antigene, die man bisher noch nicht isolieren kann. Die meisten der bekannten Autoantikörper wurden durch indirekte Immunfluoreszenz entdeckt!

Die indirekte Immunfluoreszenz ist und bleibt eine hochmoderne serologische Technik, auf die ein gewissenhafter Diagnostiker nicht verzichten wird. Sie wird sinnvoll ergänzt durch Methoden wie ELISA, Westernblot, EUROLINE und EUROASSAY.

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